Drehleiterstellprobe in Steinau

Da die ins „Alter“ gekommene Drehleiter der Feuerwehr Steinau ersetzt werden muss, ist man derzeit in einem Gemeinschaftsprojekt zwischen Main Kinzig Kreis und Stadt Steinau an der Straße, in der Neubeschaffung. Landkreis und Stadt werden zusammen eine neue Drehleiter für die Brüder Grimm Stadt, aber auch für den Main Kinzig Kreis beschaffen.

Die vorhandene Drehleiter muss ersetzt werden, da diese nicht mehr den heutigen Ansprüchen und dem Stand der Technik entspricht. Zum Beispiel muss diese noch per Hand ausgekurbelt werden und besitzt auch kein Korb.

Zusammen mit dem Main Kinzig Kreis, vertreten durch das Gefahrenabwehrzentrum, wurde eine gut gebrauchte Drehleiter für die Bedürfnisse der Stadt Steinau gefunden und am vergangenen Freitag (13.12.2013) vorgeführt und ausprobiert. Zunächst trafen sich am Morgen der Kreisbrandinspektor Markus Busanni, Vertreter des Vorbeugenden Brandschutzes, die Stadtbrandinspektion und die Wehrführung Steinau, um das Fahrzeug vor Ort in Steinau zu begutachten. Weiterhin wurde hier, speziell für die Führung, der einsatztaktische Wert der neuen Drehleiter erläutert und speziell auf die Einsatzmöglichkeiten hingewiesen. Nach dem dann die Führung selbst das neue Fahrzeug im Hof der Feuerwehr getestet hatte, wurden anschließend spezielle Punkte im Stadtgebiet angefahren, um den zuvor erwähnten einsatztaktischen Wert dieses Fahrzeuges, draußen in der Praxis, kennen zu lernen.

Um 13 Uhr kam dann die Drehleitergruppe (Maschinisten und Atemschutzgeräteträger) hinzu, um ebenfalls das neue Fahrzeug zu begutachten, aber sich auch selbst mit der Technik und Bedienung vertraut zu machen. Auch mit der Drehleitergruppe wurden nochmal weitere Punkte in Steinau angefahren, um zum einen die Zufahrtsmöglichkeiten, aber auch das in Stellung bringen der Leiter in der Altstadt zu testen.

Bei der Drehleiter handelt es sich um eine „kleine“ Drehleiter, welche speziell für die Bedürfnisse in Steinau ausgesucht wurde. Das Fahrzeug ist eine Drehleiter mit Korb 12/9 (DLK 12/9), was bedeutet das man bei einem 9 Meter Abstand zum Gebäude eine Rettungshöhe von 12 Metern erreicht. Je nach Neigungswinkel und Abstand zum Objekt, kann aber eine Rettungshöhe von bis zu 18 Meter erreicht werden. Aufgrund der Bauart und des kleinen Leiterparks, ist das Fahrzeug gerade im Altstadtbereich sehr von Vorteil. Wo große Drehleitern Probleme haben in enge Straßen zu kommen, kann man mit dem kleinen Modell ohne Probleme reinfahren. Natürlich ist das Einsatzspektrum nicht das wie bei einer großen DLK 23/12, aber gerade in der Altstadt und im Stadtgebiet Steinau, bietet die DLK 12/9 Vorteile gegenüber den Großen. Das Fahrzeug ist Baujahr 1994 und ist in einem sehr guten und gepflegten Zustand, was nicht zuletzt an der geringen Kilometerleistung und den Betriebsstunden liegt.

Nach diesem Tag war man sich einig: „Die könnte es sein!“. Nun müssen noch diverse Gespräche mit dem Verkäufer geführt und einige Formalitäten erledigt werden, bevor man zu einem endgültigen Entschluss kommt.

Florian

Florian

Offizier der römischen Armee und Oberbefehlshaber einer Einheit zur Feuerbekämpfung.